Boston
Die Skyline von Chicago

John Hancock Center

Das eindrucksvolle Gebäude ist ein Wolkenkratzer der ersten Kategorie in einer A-Lage der 3 Millionen Stadt am Michigansee. Exakt an der 875 North Ecke Michigan Avenue gelegen, ist das John Hancock Building viel mehr als einer der gewöhnlichen Gebäuderiesen made in USA.
 
Chicago in Illinois
 
Direkt an der Prachtmeile von Chicago, der Magnificent Mile, positioniert, bietet das Gebäude eine eindrucksvolle Aussichtsplattform, das Top-Restaurant „The Signature Room“ in der 95. Etage, im 44. Stock ein Fitnesscenter der Superlative inklusive des höchstgelegenen Schwimmbads der USA, Parkplätze in den Etagen 6 bis 12 (!) und mehr. Gearbeitet wird in den Büros und Konferenzräumen der Etagen 1 bis 43. Von Etage 45 bis 93 wird gewohnt.
 
Viele Wolkenkratzer wie in Chicago gibt es auch in der Metropole Boston in Massachusetts und die meisten Städte in der USA haben solche in der Downtown.
 
Der John Hancock Center in Chicago
 

Verantwortlich für Planung und Bau des 1970 fertiggestellten John Hancock Buildings war das weltweit agierende Architekturbüro SOM. Gegenwärtig zeichnet das selbe Unternehmen verantwortlich für den Bau des One World Trade Centers in New York. Der Chicagoer Gigant verfügt über 100 Stockwerke und eine Dachhöhe von 344 Metern. Mit den zwei riesigen Antennen „on the top“ beträgt die maximale Höhe sogar 457,2 Meter. Damit ist das John Hancock Building das viertgrößte Chicagos und rangiert auf Platz 7 in den USA. 50 Aufzüge bringen mit Hochgeschwindigkeit die Besucher, Bewohner und Beschäftigen in 39 Sekunden zur 94. Etage. Bewegt sich der Besucher vom parterre zu Fuß zur Aussichtsplattform, muss er insgesamt 1632 Stufen bewältigen.

Dort erwartet ihn zur Belohnung ein unglaublicher Blick über die Stadt und den Michigansee. Geöffnet ist täglich von neun Uhr am Morgen bis elf Uhr am Abend.

Der Besuch ist kostenpflichtig. Mit dem Kauf einer Go-Chicago-Card ist der Zutritt kostenfrei. Besitzer des Sun-and-Star-Tickets haben die Möglichkeit, innerhalb von 48 Stunden einen kostenfreien Zweitbesuch zu machen. Audioführungen in allen erdenklichen Sprachen gibt es kostenlos dazu. Die Aussichtsplattform wird gegenwärtig aufpoliert und wird demnächst als „TILT“ neu starten.

Der Namensgeber John Hancock war einer der Führer der Aufständischen im Kampf gegen die Briten, nahm an der legendären Boston Tea Party teil und er war der erste Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung der 13 Kolonien. Er lebte von 1737 bis 1793. Eigentlich war Hancock ein erfolgreicher Kaufmann, der als Halbwaise von seinem Onkel an die Hand genommen wurde. Geboren wurde er im Bundesstaat Massachusetts und dort wurde er später zweimal zum Gouverneur gewählt.

Sein Todesjahr liegt in der Periode seiner zweiten Amtszeit. Das Grab von John Hancock ist in Boston, wo es ein zweites, nicht ganz so riesiges, John Hancock Building gibt. Seine sehr ausdrucksvolle und historisch dokumentierte Unterschrift der Unabhängigkeitserklärung führte zu dem geflügelten Wort, seinen „John Hancock zu machen“. Dieser Gründervater hat sich mit seiner 13 cm großen Unterschrift unter der Unabhängigkeitserklärung doppelt unsterblich gemacht.

 
Mit dem hohen John Hancock Center kann das Brandenburger Tor leider nicht mehr mithalten und dieses Gebäude ist etwas kleiner als in Chicago.
 

Chicago erhielt im Jahr 1837 das Stadtrecht. Bekannt ist es unter den Spitznamen „The Windy City“ und „The City That Works“. Im Jahr 1900 änderte man den Verlauf des Chicago Rivers: Seit jener Zeit mündet er in den Mississippi. Große Gruppen von Einwanderern kamen aus Polen und Irland. Die irischen Wurzeln werden am Sankt Patricks Day geehrt. Dann wird der Chicago River in grünes Licht getaucht. Rund 40 Millionen Besucher zählt die Stadt jährlich. Chicago gilt als kulinarisches Highlight unter den Städten der USA. Gutes Essen wird sehr geschätzt und spezielle Feinschmecker-Touren locken die Besucher an.

Eine Reise nach Chicago ist nur komplett mit einem Besuch des John Hancock Buildings. Neben dem bereits erwähnten Spitzenrestaurant, das sonntags einen opulenten Brunch anbietet, gibt es in dem Wolkenkratzer weitere Restaurants, die einen Besuch lohnen: L'Appetito für den italienischen Geschmack, The Cheesecake Factory und Jamba Juice. Der spanische Drei-Sterne-Koch Ferran Adria führt Regie im Lavazza Espresso Café. Magische Momente beginnen in dem lebendigen John Hancock Building. Das ist ein gutes Versprechen.